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Eine Welt drehte sich durch das Nichts und umkreiste einen lebenspendenden Stern. Auf dieser Welt blühte das Leben in Hülle und Fülle. Zwei Wesen standen mit gegrätschten Beinen darüber, und jedes hatte seine besondere Aufgabe. Rathar hiel die vielfältigen Stränge von Leben und Macht in den Händen, und mit Sorgfalt verwob sie diese zu einem komplizierten Geflecht der Ordnung, verband sie zu einem starken breiten Band. Gegenüber von Rathar stand ein weiteres Wesen, Mythar, der nach dem Band griff, es mit wilder Besessenheit wieder in seine einzelnen Stränge zerpfückte und sie durcheinander fliegen ließ, bis Rathar sie abermals aufnahm und zusammenwob. Beide folgten dem Trieb ihrer jeweiligen Natur, und beiden waren alle anderen Lebewesen gleichgültig. Sie waren die Zwei Blinden Götter des Anfangs. Solcher Art war die Beschaffenheit des Universums in seinen Kindertagen. Endlos arbeiteten die beiden Gottheiten vor sich hin, und die winzigen Faserstränge, die Rathar entgingen, fielen auf den Boden der Welt unter ihnen. Und daraus entstand das größte Wunder der Schöpfung: Leben

- Die Midkemia-Saga 4, Dunkel über Sethanon, von Raymond Feist

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